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Zeichensetzung

 
 
Durch die neue Rechtschreibung gibt es vor allem im Bereich der Kommasetzung und des Apostrophs einige Änderungen. Die wichtigsten sind:

Komma bei mit und und oder verbundenen Hauptsätzen
Zwischen mit und, oder, beziehungsweise/bzw., entweder – oder, nicht – noch oder durch weder – noch verbundenen vollständigen Hauptsätzen kann, aber muss kein Komma mehr gesetzt werden.

alt:  Er war krank, und sie war auch nicht ganz gesund.
neu: Er war krank und sie war auch nicht ganz gesund oder
Er war krank, und sie war auch nicht ganz gesund.
 
alt: Kommst du mit, oder bleibst du lieber hier?
neu: Kommst du mit oder bleibst du lieber hier? oder
Kommst du mit, oder bleibst du lieber hier?

Siehe Regel

Komma bei Infinitiv- und Partizipgruppen
Bei Infinitivgruppen (zu+Infinitiv) und Partizipgruppen muss nur noch ein Komma gesetzt werden, wenn sie 1) mit als, anstatt, außer, ohne, statt oder um eingeleitet werden, 2) direkt von einem Nomen abhängig sind oder 3) wenn sie durch ein Wort oder eine Wortgruppe angekündigt oder wiederaufgenommen werden (siehe Regel). In allen anderen Fällen kann neu ohne Komma geschrieben werden.

alt:  Ich bitte dich, uns zu helfen.
neu: Ich bitte dich uns zu helfen oder
Ich bitte dich, uns zu helfen.
 
alt: In Paris angekommen, suchten wir ein Hotel.
neu: In Paris angekommen suchten wir ein Hotel oder
In Paris angekommen, suchten wir ein Hotel.

Siehe Regel

Komma nach Anführungszeichen, wenn der Begleitsatz dem Zitat folgt.
Wenn nach einem Zitat der Begleitsatz folgt oder weitergeführt wird, steht nach dem abschließenden Anführungszeichen auch bei Fragen und Ausrufen ein Komma:

alt:  „Wie alt bist du?“ wollte er wissen.
neu: „Wie alt bist du?“, wollte er wissen.
 
alt: „Bleib hier!“ rief sie.
neu: „Bleib hier!“, rief sie.

Siehe Regel.

Komma bei mehrteiligen Nebensatzeinleitungen
Einige mehrteilige Nebensatzeinleitungen, die durch ein Komma getrennt werden mussten, können neu auch ohne Komma stehen.

alt:  Angenommen, dass er die Wahrheit sagt, ...
neu: Angenommen dass er die Wahrheit sagt, ... oder
Angenommen, dass er die Wahrheit sagt, ...
 
alt: Ich komme, vorausgesetzt, dass ihr einverstanden seid.
Ich komme, vorausgesetzt dass ihr einverstanden seid oder
Ich komme, vorausgesetzt, dass ihr einverstanden seid.

Siehe Regel.

Apostroph zur Verdeutlichung
Neu kann der Apostroph nicht nur zur Kennzeichnung einer Auslassung, sondern auch zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens verwendet werden. Dies gilt ausschließlich bei mit -sch von Personennamen abgeleiteten Adjektiven und bei der Genitivendung -s.

alt:  Freudsche Fehlleistung  neu:  freudsche oder Freud’sche Fehlleistung
alt: Carlos Pizzeria neu:  Carlos Pizzeria oder Carlo’s Pizzeria

Siehe Regel

Apostroph bei verkürztem es
Bei der umgangssprachlichen Verschmelzung von es mit einem Verb, einer Konjunktion, sich usw. kann der Apostroph neu auch weggelassen werden:

alt:  Wie geht’s? neu:  Wie gehts? oder Wie geht’s?
alt: Ich wills versuchen. neu: Ich wills versuchen oder Ich wills versuchen.
alt: Wenns möglich ist, ... neu:  Wenns möglich ist, ... oder Wenns möglich ist, ...

Siehe Regel







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