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Die Bedeutung der Adverbialbestimmung

 
 
Eine Adverbialbestimmung (Umstandsbestimmung) ist eine Ergänzung, die die im Satz ausgedrückte Handlung oder den im Satz ausgedrückten Zustand näher bestimmt. Nach der Art des „Umstandes“, den sie bezeichnen, können die Adverbialbestimmungen in die folgenden Bedeutungsklassen eingeteilt werden:

Temporalbestimmung   Wir sind gestern angekommen.
Lokalbestimmung Er wohnt in Köln.
Modalbestimmung Ihr fahrt viel zu schnell.
Kausalbestimmung Er wurde aus purer Geldgier ermordet.
Modale Satzadverbiale Du hast wahrscheinlich Recht.


Temporalbestimmung

Temporalbestimmungen sind adverbiale Bestimmungen der Zeit. Sie bestimmen:
  • Zeitpunkt (wann?)
    Wir sind gestern Abend angekommen.
    Eines Tages werden wir uns wiedersehen.

  • Zeitliche Erstreckung (wie lange?, seit wann?)
    Die Sitzung hat fünf Stunden gedauert.
    Die Sitzung hat
    bis fünf Uhr gedauert.
    Ich kenne ihn
    seit meiner Kindheit.

  • Zeitliche Wiederholung (wie oft?)
    Jeden Sonntag besucht er seine Großmutter.
    Ich habe
    mehrere Male versucht, sie zu erreichen.

Lokalbestimmung

Lokalbestimmungen sind adverbiale Bestimmungen der Raumes. Sie bestimmen:
  • Ort (wo?)
    Er wohnt in Köln.
    Wir haben ihn
    in der Stadt getroffen.

  • Richtung (wohin?)
    Er ist dorthin gefahren.
    Der Po fließt
    ins Mittelmeer.

  • Herkunft (woher?)
    Er stammt aus Ungarn.
    Die Vase ist
    vom Tisch gefallen.

  • Räumliche Erstreckung (wie weit?)
    Sie sind den ganzen Weg zu Fuß gegangen.
    Man konnte das Geschrei
    bis auf die Straße hören.

Modalbestimmung

Modalbestimmungen sind Adverbialbestimmungen der Art und Weise. Sie bestimmen unter anderem:
  • Beschaffenheit (wie?)
    Du fährst viel zu schnell.
    Der Vorschlag wurde
    ohne Gegenstimmen angenommen.

  • Quantität (wie viel?)
    Du hast zu wenig gearbeitet.

  • Grad, Intensität (wie sehr?)
    Er ist bis über beide Ohren in sie verliebt.

  • Instrument, Mittel (womit?)
    Schneide den Stoff mit einer Schere.

  • Begleitung und „Nicht-Begleitung“ (mit wem?)
    Sie fuhren mit/ohne ihre Eltern in die Ferien.

  • Vergleich, Gegenüberstellung
    Für einen Fünfjährigen ist er ziemlich klein.

Kausalbestimmung

Kausalbestimmungen sind adverbiale Bestimmungen des Grundes, der Ursache, der Bedingung, der Folge, des Zwecks. Sie bestimmen zum Beispiel:
  • Grund, Ursache, Urheber (kausale Bestimmung im engen Sinne)
    Das Kind schlief vor lauter Müdigkeit ein.
    Das Geschäft ist
    wegen eines Todesfalles geschlossen.
    Er wurde
    von seinem Bruder verprügelt.

  • Bedingung (konditionale Bestimmung)
    Das Fest findet bei schlechtem Wetter im Haus statt.
    Mit etwas mehr Anstrengung kannst du es schaffen.

  • Einräumung (konzessive Bestimmung)
    Er hat es trotz der großen Anstrengung nicht geschafft.
    Ich kann dir
    beim besten Willen nicht helfen.

  • Folge (konsekutive Bestimmung)
    Sie sahen sich zum Verwechseln ähnlich.

  • Zweck (finale Bestimmung)
    Sie sparten Geld für schlechte Zeiten.
    Zur Bewältigung dieser Arbeit benötigen wir mehr Leute.

Modale Satzadverbiale

Modale Satzadverbiale beziehen sich immer auf den ganzen Satz. Sie dienen der Stellungnahme und Bewertung hinsichtlich der Gesamtaussage des Satzes. Zu den modalen Satzadverbialen gehören die Satzadverbien aber auch Nomengruppen und Präpositionalgruppen:
  • Ich kann leider nicht kommen.
    Du hast
    wahrscheinlich Recht.
    Ungeübtere Personen führen die Übungen
    begreiflicherweise oft falsch aus.
    Dieses Vorgehen ist zweifellos mit großen Risiken verbunden.

  • Zum Glück habe ich ihn noch rechtzeitig gesehen.
    Diese Lösung ist
    meiner Meinung nach falsch.
    Unseres Erachtens ist die Rechnung bereits bezahlt worden.
    Dieses Vorgehen ist
    ohne jeglichen Zweifel mit großen Risiken verbunden.






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